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Parteien & Kandidaten zur Kommunalwahl 2023: FDP – Christoph Anastasiadis

Im Rahmen der anstehenden Kommunalwahlen hat Flensburg-News alle an der Wahl teilnehmenden Fraktion gebeten, sich etwas Zeit zu nehmen um ein paar Fragen für unsere Leser zu beantworten.

Alle Spitzenkandidaten / Parteien erhielten von uns den gleichen Fragenkatalog, keine Partei wurde ausgelassen, damit die Chancengleichheit der Parteien gewährleistet ist. Alle Antworten werden ungekürzt auf Flensburg-News.de veröffentlicht, um den Wählern einen möglichst umfassenden Überblick über die Parteienlandschaft zu gewährleisten. Die erste Antwort kam von Herrn Christoph Anastasiadis (FDP):

1. Sie werden am 14. Mai bei den Kommunalwahlen auf den Listenplatz 1 Ihrer Partei kandidieren. Stellen Sie sich doch bitte mal kurz unseren Lesern vor.

Mein Name ist Christoph Anastasiadis und ich bin 27 Jahre alt. Hier in Flensburg bin ich geboren und aufgewachsen. Bereits seit 2014 darf ich für die Freien Demokraten Kommunalpolitik bei uns in der Stadt machen. Anfänglich als bürgerschaftliches Mitglied in den Ausschüssen, seit 2020 dann auch als Ratsherr und Fraktionsvorsitzender. In dieser Zeit habe ich viel über die Stadt, die Menschen und die unterschiedlichen Stadtteile gelernt. Kommunalpolitik ist ein verantwortungsvolles Ehrenamt, das mir viel Freude bereitet.

2. Welche Probleme müssten Ihrer Meinung nach als Erstes in Flensburg angegangen werden?

1. Wir müssen in die Infrastruktur und die Daseinsvorsorge in Flensburg investieren. Wir setzen uns daher weiterhin für die Neubauten der Berufsfeuerwehr, gute Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehren sowie den Bau des neuen Zentralkrankenhauses ein. Steigende Baukosten und Inflation stellen uns dabei aktuell vor große Herausforderungen. Hier geht es darum, gute Lösungen zu finden.

2. Gewerbe und gute Arbeitsplätze: Hier müssen wir wieder besser mit den Umlandgemeinden Flensburgs zusammenarbeiten, damit wir gemeinsam neue Unternehmen und Betriebe in die Region holen können. Nur so schaffen wir gute Arbeitsplätze für Menschen, die bei uns in Flensburg leben wollen. Außerdem wollen wir die Innenstadt und den Einzelhandel attraktiv und modern gestalten.

3. Weniger Schulden für Flensburg: Solide Finanzen sind ein Gebot der Fairness, damit auch zukünftige Generationen in Flensburg noch gestalten können. Ohne den nötigen Handlungsspielraum können wir uns Investitionen in Bildung, KiTa, Kultur und Daseinsvorsorge vielleicht nicht mehr leisten. Deshalb setzen wir uns im Finanzausschuss weiter für den Schuldenabbau ein.

3. Aktuelle Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz geben vielen Menschen das Gefühl, dass ihnen noch tiefer in die Brieftasche gegriffen wird. Der Raubau an Natur, Tier- und Umwelt geht nahezu unvermindert weiter. Haben Sie konkrete Vorschläge für Maßnahmen die in diesem Bereich ergriffen werden müssen und welchen Beitrag könnte Flensburg leisten?

Das Leben muss für die Menschen bezahlbar bleiben. Das ist besonders in diesen Zeiten wichtig, in denen wir mit hohen Preissteigerungen im alltäglichen Leben umgehen müssen. Als Freie Demokraten wollen wir daher weniger Belastungen und Abgaben für die Bürgerinnen und Bürger. Hierzu fordern wir u. a. die Rücknahme der teuren Grundsteuererhöhung aus dem Jahre 2017 und den Verzicht auf Bagatellsteuern, wie zum Beispiel die Hundesteuer.

Für den Klimaschutz können wir auch kommunal wichtige Maßnahmen umsetzen. So unterstützen wir den Trasformationsprozess der Stadtwerke Flensburg, der langfristig zu einer klimaneutralen Energieerzeugung in Flensburg führt. Hierbei müssen wir aber sicherstellen, dass auch die Preise verhältnismäßig bleiben, denn sonst gefährden wir die Akzeptanz für den Klima- und Umweltschutz. Außerdem wollen wir beim Thema Wasserstoff stärker mit unseren dänischen Partnern in Apenrade zusammenarbeiten. Dort entsteht im Hafen gerade die notwendige Infrastruktur, die es für eine Wasserstoffwirtschaft in der Region braucht. 

Zudem fordern wir, dass der Fuhrpark der Stadtverwaltung und der städtischen Töchter auf E-Mobile umgestellt wird. Neue öffentliche Gebäude könnten in Zukunft mit recycelten Baustoffen, sogenannten Sekundärbaustoffen, errichtet werden. Das kann CO2 einsparen und die Umwelt schonen. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass die öffentliche Hand in diesen Fragen mit gutem Beispiel vorangeht.

4. Worüber möchten Sie gerne Ihre erste Rede im Stadtrat halten?

In der ersten Rede der neuen Amtsperiode möchte ich gerne für eine gute Zusammenarbeit unter den Fraktionen in der Ratsversammlung werben. Denn Flensburg steht vor großen Herausforderungen, für die wir in der Kommunalpolitik gute Lösungen finden müssen.

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Christoph Anastasiadis

FDP Flensburg

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